Sind Stoffwindeln wirklich nachhaltiger als Wegwerfwindeln?

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Im Durchschnitt verbrauchen Eltern in den ersten 3 Jahren, nachdem ein Kind geboren wurde, 6000 bis 7000 Windeln. 7000 Wegwerfwindeln pro Kind! Damit kommt Deutschland auf 8 Millionen Windeln am Tag. 8 Millionen Wegwerfwindeln. Tag für Tag. Aber dazu gleich noch mehr.

Jetzt wirst Du Dir vielleicht sagen: das sind ja alles große Zahlen, aber was sagen die aus? Was sagen diese Zahlen über die Nachhaltigkeit von Windeln aus?

Fest steht: Die allermeisten Dinge, die wir Menschen konsumieren, benötigen in irgendeiner Form Ressourcen unserer Erde. Je weniger Ressourcen wir verbrauchen, desto besser ist das für unsere Umwelt, für unser Klima und am Ende natürlich für uns. Stoffwindeln sind dabei keine Ausnahme. Denn auch die Produktion von Stoffen und Materialien, aus denen dann eine fertige Stoffwindeln entsteht, verbraucht Ressourcen. Genauso natürlich wie das Waschen von Stoffwindeln.

Welche Ressourcen werden durch Stoffwindeln verbraucht?

Nun macht es aber bereits einen Unterschied, von welcher Art Konsum wir ausgehen. Denn Stoffwindeln sind ein Mehrwegprodukt und Wegwerfwindeln dagegen ein Einwegprodukt. Es macht auch einen Unterschied, welche Arten von Rohstoffen benötigt werden und in welcher Menge.

Zieht man nun in Betracht, dass für ein Kind, das gewickelt wird, rund 30 Stoffwindeln benötigt werden, welche dann über Jahre hinweg genutzt werden und stellt man diese Zahlen den 7000 Einmalwindeln gegenüber, die bereits nach ein paar Stunden im Müll landen, dann hat man intuitiv das Gefühl, dass das doch einen Unterschied machen muss. Dass Stoffwindeln nachhaltiger sein müssen.

Dieses intuitive Gefühl verrät uns jedoch nicht immer alles. Denn es basiert darauf, welchen Wissensstand wir im Moment zu einem Thema haben und was wir wahrnehmen können. Zum Beispiel haben wir bis hierher noch nicht betrachtet, dass Stoffwindeln natürlich auch gewaschen werden müssen.

Aber was heißt eigentlich “nachhaltiger”? Wie lässt sich Nachhaltigkeit definieren?

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Was heißt denn überhaupt Nachhaltigkeit?

Wie wir in Deutschland Nachhaltigkeit definieren, das wird unter anderem in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie festgehalten. Seit dem Jahre 2002, als die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie zum ersten Mal beschlossen wurde, wird diese regelmäßig überarbeitet und aktualisiert.

Seit 2017 richtet sich die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie nun an 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung aus. Die sogenannten SDGs. Das sind die 17 “Sustainable Development Goals” der Vereinten Nationen, die in der Agenda 2030 festgelegt wurden. Diese 17 Ziele richten sich an alle - an die Regierungen, die Öffentlichkeit und die Wissenschaft. Also uns Alle! Und sie haben das große Ziel, dass wir als Gemeinschaft an einer besseren Zukunft für uns alle arbeiten. Sie definieren was Nachhaltigkeit im großen Ganzen bedeutet.

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2021 in der Kurzfassung, kannst Du Dir übrigens auf den Seiten der Bundesregierung jederzeit ansehen.

Im März 2021 wurde jetzt eine überarbeitete Version der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt, die den aktuellen Stand zeigt, wo wir in Deutschland bei der Umsetzung der 17 Ziele stehen. Einen Teil der überarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie stellen dabei die sogenannten “Off-Track-Indikatoren" dar, die erstmals bereits im Dezember 2019 vorgelegt wurden. Die Liste der Off-Track-Indikatoren zeigt die Bereiche auf, in denen Deutschland die gesetzten Ziele in der Strategie deutlich verfehlen könnte.

Konkret heißt es dazu in der neuen Version der Nachhaltigkeitsstrategie: “Im Dialog zur DNS wurde von vielen Seiten angeregt, die Transformationsbereiche durch Bezug auf die Off-track-Indikatoren der Strategie, d. h. Indikatoren, deren Ziele nach bisheriger Entwicklung verfehlt würden, und zentrale Maßnahmen in den einzelnen Transformationsbereichen zu konkretisieren[1].

Sowie: “Vor dem Hintergrund der o.g. Empfehlungen hält die Bundesregierung für die Erreichung der Ziele der Agenda 2030 Fortschritte in Deutschland in den folgenden Bereichen für besonders relevant, wobei die Reihenfolge keine Aussage über Prioritäten enthält.[2]

Können Stoffwindeln dabei helfen die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen?

Off-Track” sind wir, weil die “Ziele nach bisheriger Entwicklung verfehlt würden”. Konkret heißt das: was wir bisher tun, reicht nicht aus! Und zwei Bereiche bei denen wir in Deutschland “Off-Track” sind und die damit als besonders relevant gelten, sind die Bereiche “Energiewende und Klimaschutz” sowie “Kreislaufwirtschaft”. Sie sind relevant, um die SDGs 12 und 13 zu erreichen.

SDG 12SDG 13

Energiewende, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft” - das sind große Begriffe. Und wir wollen jetzt auch nicht behaupten, das Stoffwindeln allein die Energiewende herbeiführen und das Klima retten. Keine einzelne Sache wird das tun können. Aber nachhaltiger Konsum bedeutet eigentlich auch gleichzeitig mehr Klimaschutz.

Die konsequente Ausrichtung auf eine Kreislaufwirtschaft bei Konsum und Produktion, wird in der Nachhaltigkeitsstrategie unter anderem als einer der Transformationsbereiche aufgezeigt, der die Kraft hat, dass wir wieder “On-Track” kommen, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen.

Die Einleitung zum Thema Kreislaufwirtschaft in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie liest sich für uns dabei schon fast wie ein Manifest für die Stoffwindel: 

Die drohende Knappheit der Ressourcen erfordert ein weitgehendes Entkoppeln der Konsum- und Produktionsaktivitäten vom Ressourcenverbrauch. Konsumieren und Produzieren müssen innerhalb der planetaren Grenzen stattfinden. Es geht dabei sowohl um den individuellen Konsum als auch die Umgestaltung der Wertschöpfungsmuster, die unserer Produktion zugrunde liegen. Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Lieferketten sind dabei ebenso erforderlich wie die Vermeidung und die verantwortungsvolle Entsorgung von Abfällen.[3]

Wie wir finden, zeigt uns der Fokus auf nachhaltigen Konsum einen konkreten Weg auf, wo wir als Verbraucher die Möglichkeit haben, aktiv etwas zu tun, das in kleinen Schritten großen Einfluss haben wird.

Zwar werden beim Thema Kreislaufwirtschaft in der Nachhaltigkeitsstrategie hauptsächlich die Industrie und das Bauwesen genannt und beim Thema Klimaschutz die “zentrale globale Herausforderung” – aber wenn wir persönlich nur eine Sache nennen dürften, die wir als Eltern Tag für Tag tun können, um den Zielen von einem nachhaltigeren Konsum, nachhaltigerer Produktion und damit dem Klimaschutz näher zu kommen, dann sind das Stoffwindeln!

Warum? Weil Stoffwindeln genau das sind: Mehrweg, Ressourceneffizient und Abfallvermeidend. Weil wir es als Eltern ganz einfach jeden Tag tun können. Weil man nur die Normalität in Frage stellen muss. Und weil es ganz nebenbei nicht nur ökologische Vorteile bringt Stoffwindeln zu nutzen, sondern auch gesundheitliche und finanzielle. 

Wäre es nicht absurd zu sagen: Wir nutzen nur noch Einweggeschirr. Das ist genauso nachhaltig wie ein Porzellanteller, denn der müsste ja nach jedem Essen gespült werden, was auch noch Wasser und Strom verbraucht!?

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Wie nachhaltig sind Stoffwindeln?

Die Nachhaltigkeit von Stoffwindeln wird von mehreren Faktoren bestimmt. Unter anderem sind das der Verbrauch an Ressourcen für die Herstellung und das Waschen, aber auch die Lieferketten und die Abfallvermeidung.

Ressourceneffizienz

Pro Kind werden ca. 30 Stoffwindeln benötigt. Stoffwindeln haben eine Lebensdauer von mindestens einer Wickelzeit, was rund 2-3 Jahren entspricht. In den Allermeisten Fällen ist die Lebensdauer aber auch noch weitaus höher, so dass auch 2 oder 3 Wickelkinder mit der gleichen Stoffwindel gewickelt werden können. Die Dauer, die eine Wegwerfwindeln verwendet wird, bis sie im Müll landet, beträgt dagegen maximal ein paar Stunden. Was auch bedeutet, dass Ressourcen wie Wasser, Holz, Rohöl und Chemikalien, die bei der Herstellung einer Wegwerfwindeln eine Rolle spielen, sozusagen direkt wieder im Müll landen. Bei Stoffwindeln bleiben viele der benötigten Ressourcen über einen langen Zeitraum erhalten und können anschließend, je nach Windelsystem, zu großen Teilen recycelt werden. Aber Stoffwindeln müssen auch gewaschen werden. Weiter unten sehen wir uns genauer an, was das ganz konkret bedeutet.

Kreislaufwirtschaft und Lieferketten

Alle Stoffwindeln in unserem Sortiment werden ausschließlich von kleinen bis mittleren Unternehmen hergestellt, die in allen Bereichen der Produktion konsequent auf ökologisch und ökonomisch nachhaltige Lieferketten setzen. Aber wir importieren heute auch Stoffwindeln z.B. aus Osteuropa oder den USA, betrachten wir hier den Transportweg, steht das einer nachhaltigen Lieferkette entgegen. Zieht man allerdings in Betracht, dass pro Kind nur maximal 30 Stoffwindeln benötigt werden, importieren und transportieren wir nur verhältnismäßig kleine Mengen. Dazu haben Stoffwindeln eine grundsätzlich hohe Reparaturfähigkeit, lange Lieferwege werden somit nur einmalig in Anspruch genommen. Wegwerfwindeln dagegen sind reine Einmalprodukte, die noch dazu, wie Du gleich noch lesen wirst, jeden Tag in utopisch großen Mengen benötigt werden und meist globale Lieferwege und -ketten in Anspruch nehmen. Von Reparaturfähigkeit und dem Umstand, dass unser Müll zu Teilen auch noch ins Ausland transportiert wird, mal ganz zu schweigen.

Abfallvermeidung

Stellt man eine kleine Berechnung an, bei der wir davon ausgehen, dass:

  • Kinder in den ersten 2,5 Lebensjahren die meiste Zeit des Tages eine Windel tragen, wodurch wir, berücksichtigt man ein Mindestmaß an Hygiene, auf mindestens 5 Wegwerfwindeln pro Tag und Kind kommen
  • laut dem Statistischen Bundesamt, ausgehend vom Jahre 2019, rund 778.000[4] Kinder im Jahr in Deutschland geboren werden, was hochgerechnet heißt, dass es zu jedem Zeitpunkt mindestens 1,9 Millionen Wickelkinder gibt die nicht älter als 2,5 Jahre sind
  • und noch immer rund 90% der Kinder mit Wegwerfwindeln gewickelt werden, 

dann kommen wir damit auf eine Gesamtmenge von mindestens 8 Millionen Windeln am Tag nur in Deutschland. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, allein schon dadurch, dass in den ersten 6 Lebensmonaten meist eher 10 – 12 Windeln am Tag benötigt werden. 8 Millionen Windeln jeden Tag im Müll. Nur in Deutschland. Stell Dir das mal vor! Tatsächlich steigt der Anteil, den Windeln an unserem Haushaltsmüll ausmachen, sogar noch immer an. Stoffwindeln dagegen sind ein Mehrwegprodukt, dass - wenn überhaupt - nur nach einigen Jahren im Müll landet. Und je nachdem für welches Windelsystem und Material man sich entscheidet, können Stoffwindel sehr gut recycelt werden oder sind vollständig biologisch abbaubar.

Und wie ökologisch ist das Waschen von Stoffwindeln?

Auch hier wollen wir nochmal eine Berechnung vornehmen, um zu erfahren, wie sich das Waschen von Stoffwindeln auf die Ökobilanz auswirkt. Fest steht, dass es zwei Faktoren zu berücksichtigen gibt: der Energieaufwand für Strom und Wasser, sowie Rückstände aus dem Waschmittel, die in das Abwasser übergehen.

Um herauszufinden, wie viel Wasser und Strom für das Waschen anfallen, gehen wir von folgenden Annahmen aus:

  • die Stoffwindeln werden gesammelt und alle 3 Tage gewaschen, wodurch alle 3 Tage eine Waschmaschinenladung mit Stoffwindelwäsche anfällt, was wiederum aufs Jahr gerechnet 120 Wäschen nur für Stoffwindeln ergibt 
  • einigermaßen moderne Waschmaschinen benötigen 50 – 55 Liter Wasser je Waschgang, was somit heißt, dass in einem Jahr ca. 6600 Liter Wasser verbraucht werden, um die Stoffwindeln zu waschen 
  • und der Strom für die Waschmaschine schlägt mit ca. 1,1kWh je Waschladung zu buche, womit wir in einem Jahr auf rund 132kWh Stromverbrauch für das Waschen von Stoffwindeln kommen

Somit benötigt das Windelwaschen im Jahr ca. 6,6 Kubikmeter Wasser und 132kWh Strom.

Zum Vergleich: Der Wasserverbrauch einer Spülmaschine liegt bei rund 1,2 Kubikmetern[5] im Jahr, bei 2 Spülgängen in der Woche. Dabei kommt die Spülmaschine auf einen Stromverbrauch von rund 90kWh. Nun sind 2 Spülgänge in der Woche, bei z.B. einer 4-köpfigen Familie, unserer Erfahrung nach eher unrealistisch, und so würden wir schätzen, dass von mindestens 4 Spülgängen, also dem doppelten Verbrauch, in der Woche auszugehen ist. Damit ist der Wasserverbrauch für das Spülen von Geschirr mit der Spülmaschine geringer, der Stromverbrauch jedoch höher im Vergleich zum Waschen der Stoffwindeln. Die Frage, die wir deshalb gerne stellen möchten, ist folgende:

Sollten wir besser nur noch Einweggeschirr kaufen und einfach alles nach jedem Essen wegwerfen, da beim Spülen ja auch Wasser und Strom verbraucht werden?

Klingt absurd, oder? Folgt man aber der Logik, die den ökologischen Vorteilen von Stoffwindeln im Vergleich mit Wegwerfwindeln entgegengesetzt wird, wäre genau das die Schlussfolgerung in Bezug auf das Spülen von Geschirr!

Das soll keinesfalls heißen, dass der Energieverbrauch keine Rolle spielt, denn dieser kommt ja in den meisten Fällen zum normalen Verbrauch dazu. Außerdem würden sich die Werte verschlechtern, wenn statt einer modernen, eine ältere Waschmaschine genutzt wird, die weniger energieeffizient ist. Nicht empfehlenswert ist es deshalb auch, Stoffwindeln im Wäschetrockner zu trocknen. Denn auch das würde den Energieverbrauch nach oben treiben. Trocknen auf der Leine ist vollkommen ausreichend.

Aber es zeigt aus unserer Sicht eben doch auch, dass der Kritikpunkt des “hohen Energieverbrauchs durch das Waschen”, der sogar in offiziellen Studien angeführt wird, die sich mit der Ökobilanz von Stoffwindeln im Vergleich zu Wegwerfwindeln beschäftigen, unverhältnismäßig gerechnet und dargestellt wird.

Gibt es Studien zur Ökobilanz von Stoffwindeln?

Ja gibt es. Soweit uns bekannt ist, gibt es zwei Studien, die sich konkret mit der Ökobilanz von Stoffwindeln im Vergleich zu Wegwerfwindeln beschäftigen. Die britische Umweltbehörde hat 2008 (basierend auf einer Erststudie von 2005) eine Studie unter dem Titel “Disposable and reusable nappies in the UK: life cycle assessment[6] veröffentlicht und die University of Queensland in Brisbane, Australien 2009 eine Studie mit dem Titel ”Life Cycle Assessment: Reusable and Disposable Nappies in Australia[7].

Du kannst Dir die Studien übrigens jederzeit ansehen, die Links dazu findest Du am Ende dieses Beitrags. Die Ergebnisse sind sehr lesenswert und aufschlussreich und beide Studien kommen zu dem Schluss, dass Stoffwindeln die umweltfreundlichere Variante sein können, weil sie dem Nutzer die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welche und wie viele Ressourcen z.B. beim Waschen tatsächlich verbraucht werden.

Aber: schaut man sich die Studien genauer an, dann fällt einem auf, dass 4 Wegwerfwindeln im Durchschnitt pro Kind und Tag, allein aus hygienischen Gründen, unrealistisch sind. Der Lebenszyklus jedes Bestandteils einer Wegwerfwindel muss betrachtet werden. 8 Millionen Wegwerfwindeln jeden Tag haben diesen Lebenszyklus allein in Deutschland. Der Baum, der den Zellstoff liefert, die chemischen Stoffe und das Rohöl in den Superabsorbern. Die Kunststoffe für Außenhülle, Verschluss und Verpackung. Die Lieferketten vom Rohmaterial bis in den Supermarkt. Die Müllentsorgung. Und wenn da dann noch was schiefläuft, dann treibt eine der 8 Millionen Windeln auch in 500 Jahren noch in einem unserer Meere.

Stoffwindeln dagegen werden zuhause, und nie oder nur selten bei 90°C gewaschen. Ein Trockner ist nicht nötig. Strom kann durch erneuerbare Energien erzeugt werden. Baumwolle kann ökologisch angebaut werden und zerfällt nicht in Mikroplastik. Stoffwindeln sind kein Wegwerfprodukt.

In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie werden Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Lieferketten und die Vermeidung von Abfällen als erforderlich beschrieben, um eine Transformation herbeizuführen und die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dem stimmen wir voll und ganz zu. Deswegen halten wir die Betrachtungen in den Studien für zu einseitig. Es fehlt eine Betrachtung des Einflusses auf das große Ganze. Eine Bewertung anhand von Emissionen ist nicht ausreichend.

Wir finden, dass hier das Verbot von Einmalplastiktüten in Supermärkten einen guten Vergleich darstellt. Würde man die Emissionen betrachten, die für die Herstellung einer Plastiktüte im Vergleich zu einer Baumwolltasche benötigt werden, so liegt die Plastiktüte wahrscheinlich im Vorteil. Aber das ist nicht der Punkt.

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Wie Du die Ökobilanz Deiner Stoffwindeln optimieren kannst

Es gibt also die Möglichkeit, die Ökobilanz von Stoffwindeln jeden Tag noch ein bisschen weiter zu optimieren. Wie das geht und auf was Du dafür achten musst, haben wir nochmal in einer kurzen Übersicht zusammengefasst:

  • Wasche bei niedrigeren Temperaturen, 40 oder 60 Grad sind im Normalfall ausreichend
  • Nutze, wenn möglich, eine moderne, energieeffiziente Waschmaschine
  • Lass Deine Stoffwindeln nur auf der Leine trocknen
  • Wasche Deine Stoffwindeln zusammen mit anderer Wäsche, wenn die Maschine nicht voll ist (z.B. Handtücher)
  • Verwende nur ökologisches Waschmittel und nur so wenig Waschmittel wie nötig
  • Beziehe Deinen Strom, wenn möglich aus erneuerbaren Quellen
  • Stoffwindeln mit einem hohen Anteil an natürlichen Materialien wie Wolle, Baumwolle oder Hanf sind besser recyclebar
  • Verwende Deine Stoffwindeln für mehr als nur ein Kind oder verkaufe sie nach der Wickelzeit weiter
  • Stoffwindeln können repariert werden, abgefallene Knöpfe z.B. sind leicht zu ersetzen

Was bleibt dann noch zu sagen?

Vielleicht nur so viel: Wir dürfen das große Ganze nie aus den Augen verlieren. Aber es ist die Kraft der kleinen Schritte, die Stoffwindeln zu einem wichtigen Baustein für ein nachhaltigeres Leben und mehr Umweltschutz machen. Mit jedem Kind. Mit jedem Tag. Mit jeder Windel. Ganz einfach.

Wir hoffen es hat Dir Spaß gemacht unseren Beitrag zu lesen und er war aufschlussreich für Dich. Wenn Du irgendwelche Fragen hast oder auch Kritik an unserem Beitrag, dann freuen wir uns sehr darauf von Dir zu hören. Schreib uns doch einfach an hallo@ananas.shop oder ruf uns gerne an.

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